Die Geschichte der
Historischen Ziegelei Benzin

Vor den Toren der Stadt Lübz liegt das Technische Denkmal Ziegelei Benzin, wohl die letzte noch zu besichtigende Ringofenziegelei in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ziegelei Benzin wurde 1907/08 als Dampfziegelei errichtet. Ein Tonvorkommen zwischen den Orten Broock und Benzin – damals noch ein Berg, heute ein romantischer See – bestimmte den Standort. Mit der damals üblichen Technik, nämlich Rohstoff-Aufbereitungsmaschinen, Strangpresse, Abschneider usw., die über eine mächtige Transmission angetrieben wurden, wurde im sogenannten Hoffmannschen Ringofen gebrannt. In dessen umlaufenden Gewölbe wurden einst mehr als eine Million Ziegel jährlich produziert.

Von 1907 bis 1990 produzierte die Ziegelei Benzin den für unsere Region typischen roten Backstein, aber auch Drainagerohre und Sonderformate, z. B. auch Steine für den Lübzer Amtsturm. Bedeutende Modernisierungen hat die Ziegelei nicht erlebt, nur die Dampfmaschine musste irgendwann einem E-Motor weichen. Die Produktivität konnte zum Ende des 20. Jahrhunderts nicht mit der Produktivität moderner Tunnelöfen mithalten. Die Schließung der Ziegelei Benzin erfolgte am 1. Juli 1990 und die Anlage drohte zu verfallen.

Verschiedene Nutzungen für das 11 ha große Gelände waren in der Diskussion. Nachdem die Anlage zwei Jahre nach Schließung unter Denkmalschutz gestellt wurde, war der Weg für ein Industriedenkmal frei. Die "Ziegelei Benzin" - Beschäftigungsgesellschaft mbH (1995 – 2011) sorgte dann mithilfe der Arbeitsmarktförderung und weiterer EU-Mittel für die Instandsetzung der Anlage. Die fehlende Modernisierung ist für ein Technisches Denkmal ein Glücksfall.

Sie können nun also historische Technik am Übergang von der Manufaktur zur Industrialisierung betrachten. Zu besonderen Anlässen oder bei Voranmeldungen für Gruppen können die Maschinen in Bewegung gesetzt werden: Wenn sich die Ziegeleimaschinen in Gang setzen, wenn der Kollergang rumpelt, die Ziegelpresse knarrt, weht ein Hauch vergangener Tage durch die Anlage und Besucher bekommen eine Vorstellung von den Abläufen in einer Ringofenziegelei.

Heute finden Besucher eine in weiten Teilen funktionsfähige Technik und eine insgesamt sanierte Produktionsstätte vor, die auch dem Ziegler gefallen würde. Daneben finden Sie Angebote für Entspannung und Erholung und natürlich auch ein kleines Museums-Café zum Auftanken.

Öffnungszeiten

1. Mai – 30. September

Freitag, Samstag und Sonntag
Führungen: 12.00/14.30 Uhr

Gruppenanmeldungen ab 5 Personen jederzeit möglich

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